Warum klingen dynamische Titel im Radio besser als überkomprimierte Titel?

Im Radio wird das CD-Master einer Reihe von Bearbeitungen unterzogen, die nachteiliger wirken, je stärker ein Titel komprimiert ist.

Der erste Schritt ist die Datenkompression der Original-CD-Daten (Wav-LPCM) zur Archivierung auf dem Sendeserver. Im Absatz Warum reagieren Datenkompressionsverfahren (z.B. mp3) so sensibel auf laute Master ohne Headroom? ist nachzulesen, warum laute Master zu erheblichen Klangverschlechterungen und Verzerrungen führen, bevor das nun bereits verstümmelte Ausgangsmaterial zur eigentlichen Sendung in eine weitere Signalverarbeitungskette geschickt wird.

Diese Signalverarbeitungskette besteht aus hochmodernen DSP-Algorithmen (Digital Signal Prozessing), die die Aufgabe haben, jedem Radiosender einen eigenen Sound aufzuprägen und gleichzeitig alles gleichlaut zu machen, was oben in den Trichter hineingeworfen wird.

Wenn Sie nun einen Titel mit DR14 (14dB genutzte Dynamik) und den selben Titel in einer DR6-Version durch eine derartige Sendestrecke schicken, klingen am Ende beide Titel gleich laut. Der einzige (und wesentliche) Unterschied liegt darin, dass der ohnehin überkomprimierte DR6-Titel weiter entstellt ist und gegebenenfalls die Integrität der Lautstärkeverhältnisse verliert und der DR14-Titel verhältnismäßig unbeschädigt die Sendestrecke überlebt und ein vergleichsweiser Wohlklang für Ihre Ohren ist.

Diese Tatsachen sind manigfaltig überprüft und wissenschaftlich belegt.
 

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