Was macht stark komprimierte Titel scheinbar attraktiv? (Fletcher-Munson-Kurve)

Die Fletcher-Munson-Kurve ist auch bekannt als Kurve gleicher Lautheit und beschreibt die Eigenschaft unseres Gehörs bei höherem Schallpegel mehr Bass und mehr Höhen wahrzunehmen. Die so genannte Loudnesskurve ist Basis der Loudness-Schaltung in Hifi-Anlagen, die diesem Sachverhalt dienen, indem Bässe und Höhen bei leisen Hörpegeln angehoben werden.

Fletcher-Munson  Equal Loudness Curve Je leiser der Hörpegel (Schalldruck in dB/SPL) desto mehr Anhebung ist im Bass- und Höhenbereich notwendig um ein gleichmäßiges Klangbild zu erhalten.
Fletcher-Munson Equal Loudness Curve
Je leiser der Hörpegel (Schalldruck in dB/SPL) desto mehr Anhebung ist im Bass- und Höhenbereich notwendig um ein gleichmäßiges Klangbild zu erhalten.

Ohne diesen Ausgleich hat ein lauteres Pendent immer auch etwas mehr Bässe und Höhen als sein leiseres Pendent und klingt somit subjektiv wärmer und brillanter und damit druckvoller.

Dieser Effekt überdeckt bei oberflächlichem A/B-Vergleich den Verlust an Transienten (Pegelspitzen am Anfang perkussiver Schallereignisse). Beeinträchtigung der Dynamik (die Bestandteile der künstlerischen Performance sind) werden beim A/B-Vergleich kurzer Passagen ebenfalls kaum aufgedeckt.

Aus kommerzieller Sicht ist dies tatsächlich ein großes Problem, da Kunden im Zeitalter des E-Commerce Songs online vorhören, vergleichen und sich für den Kauf entscheiden. Lautere Titel haben hier noch einen Vorteil, da jeder Kunde diesem Phänomen unterlegen ist. Diesem Problem kann man nur begegnen, indem in den Vorhörvorrichtungen der Online-Shops modernste Technologie zum Einsatz kommt, die dieses Problem beheben kann. Dolby Volume ist beispielsweise eine wegweisende Erfindung aus dem Hause DOLBY, die dem Hörer Klanginhalte aller Art in einer einheitlichen Lautheit kredenzt.
 

Share this

The Pleasurize Music Foundation is supported by this magazines and media: