Zeitplan/ Strategie

aktualisiert: 10.08.2010

Strategie

Zeitplan:

15.01.2009: Launch der Pleasurize Music Foundation im Rahmen der Namm Show Los Angeles

Bis zum
31.03.2009: Vorbereitungsphase mit Presse- und Informationsarbeit in der Branche. Sponsorensuche, um die PR-Kampagne auf eine breite Basis zu stellen.

Ab
01.04.2009 bis 30.06.2012: Phase 1
Plattenfirmen beginnen Tonträger mit DR-Logo und dem betreffenden DR-Wert zu kennzeichnen und legen gleichzeitig den Booklet-Beileger bei, um Musikhörer zu informieren.
Wir haben das Ziel bis zum Ende von Phase 1 eine Deckung von mindestens 95% aller aktuellen Veröffentlichung mit dem DR-Logo zu erreichen.
CD-Rezenionen in Musikmagazinen werden mit dem DR-Logo gekennzeichnet.

Ab
01.07.2012: Phase 2
Alle Plattenfirmen, die dem Commitment 2 zustimmen, veröffentlichen ab diesem Zeitpunkt alle Tonträger mit einem Mindestwert von DR14. Tonträger mit geringerer Dynamik werden mit entsprechendem Headroom veröffentlicht, sodass alle Veröffentlichungen annähernd gleich laut klingen. Die Filmindustrie hat uns in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts bereits vorgemacht, dass ein Lautheitsstandard möglich ist. Der klangliche und wirtschaftliche Vorteil eines Standards für alle Beteiligten vom Musikhörer bis zur Plattenfirma wird sicherlich zu einem verbindlichen Standard führen.

 

Strategie

Wie wollen wir unsere Ziele erreichen?

Die Lösung eines Problems, welches aufgrund der schleichend entwickelten Dynamikreduktion von zeitgenössischer Pop-Musik für viele Hörer so subtil ist und gleichzeitig so viele Teilbereiche einer vielschichtigen Audio-Branche betrifft, lässt sich nur durch einen ganzheitlichen Ansatz lösen.
Die PMF hat eine Strategie entwickelt, die über die rein messtechnische Lösungssuche hinausgeht.
Das Phänomen des Loudness War hat messtechnische, kommerzielle, psychoakustische, künstlerische, psychologische und kulturhistorische Aspekte, die in die Strategie eingeflossen sind.
Ø Dynamic Range Standard
Mit dem DR-Standard hat die PMF erstmalig eine pragmatisch-messtechnische Lösung gefunden, den Grad der Dynamikreduktion von Aufnahmen in ein ganzzahliges System zu fassen. Active Member-Plattenfirmen statten ihre Veröffentlichungen mit DR-Logo aus (Booklet und Online).
Ø Der DR-Wert ist ein wichtiges Werkzeug bei der Überzeugungsarbeit zwischen Mastering-Engineer und Kunden.
Ø Mittelfristig wird der DR-Wert sämtlicher bereits veröffentlichter Tonträger in öffentlichen Datenbanken bereit gestellt, sodass Musik-Käufer die Möglichkeit haben, den DR-Wert zu erfahren, auch wenn der Tonträger noch nicht gekennzeichnet ist.
Ø Eine Einbettung des DR-Wertes in den ID3 Tag und in die Datenbanken von Onlineshops ist ebenfalls geplant.
Ø Die DR-Kennzeichnung von CD-Rezensionen in Audio- und Kulturmagazinen unterstützt die Überzeugungsarbeit der großen Plattenfirmen. Sobald der kommerzielle Vorteil spürbar wird, steigen auch bisher beratungsresistente Majors ein. Independent Labels sind immer die Innovationskräfte der Branche gewesen und können den neuen Soundtrend für kommerzielle Erfolge nutzen.
Ø Die breite DR-Kennzeichnung von CD-Veröffentlichungen erfordert eine weltweite PR-Kampagne mit einem ca. 15-köpfigen PR-Team. Das Ziel sind mind. 200 Mio. Presse-Kontakte pro Jahr, um Hörer in den wichtigsten Sprachbereichen zu informieren.
Ø Übersetzung der Internetseite in alle relevanten Sprachen.
Ø Präsenz der PMF auf Messen, Konferenzen und Trendveranstaltungen.
Ø Produktion von Informations-Videos, die die Thematik gebündelt und interaktiv aufbereiten.
Ø Da die Entwicklung des menschlichen Gehörs durch die Entwöhnung in Folge aktuellen Klangmatsches einem natürlichen Degenerationseffekt ausgesetzt ist, ist die Entwicklung von Schulprogrammen essentiell, um Kindern qualifizierten Hörunterricht zu ermöglichen und den Degenerationsprozess zu stoppen!!! Die Entwicklung ist in Zusammenarbeit mit führenden Universitäten geplant und teilweise sogar bereits in Arbeit. Abgesehen vom unbezifferbaren Schaden auf die menschliche Gesundheit, der langfristig durch diese Entwicklung zu erwarten ist, stellen Kinder - die Musikhörer von Morgen – auch die Zukunft der gesamten Audiobranche dar.
Ø Projekt „Sound Sculpture“: Kunden am POS erleben Klang versus Realität. Eine ansprechende Skulptur, die mit einem guten Kopfhörer ausgestattet ist, erlaubt dem Musikhörer am Point of Sale zu erleben, was Klang bedeuten kann, indem dynamische, gut klingende Aufnahmen aktuellen Veröffentlichungen bei gleicher Abhörlautstärke gegenübergestellt werden.
Ø Förderung und Verbreitung technischer Lösungen zum automatischen Hörpegelausgleich.
Sobald eine Technologie auf breiter Basis bereit steht, die ohne Klangverfälschung dazu in der Lage ist, das Ausgangsmaterial automatisch auf einen vom Anwender festgelegten Hörpegel anzupassen, werden lautere Master als drucklos entblößt. Hiermit sollte mindestens jedes A&R-Büro ausgestattet sein (das sind die Menschen, die in den Plattenfirmen beurteilen, was ein Hit wird und was nicht. Die Meinung, dass nur überkomprimierte Titel hittauglich sind, ist mangels besseren Wissens leider sehr verbreitet).
Ø Förderung und Verbreitung von Technologie zur automatisierten, psychoakustischen Hörpegelanpassung von Vorhör-Schnipseln in Download-Shops. Das ist heutzutage relativ kostengünstig möglich und unterminiert den psychologischen Vorteil lauterer Vorhörschnipsel.
Aufgrund psychoakustischer Gegebenheiten ist ein lauterer, am Laptop gehörter 15-sekündiger Songschnipsel attraktiver als sein leiserer Wettbewerber. Sobald man nach der Kaufentscheidung den ganzen Titel hört, ist die Attraktivität schnell in Aufdringlichkeit und Nervigkeit gewandelt. Dies ist eine der stärksten Triebfedern des Loudness Wars, die durch eine entsprechende Normalisierung einfach ausgehebelt werden kann.
Ø Fortbildung und Aufklärung von Radiomitarbeitern.
Ø Gesetzesänderungen zur Verbesserung des Radiosounds. Die EU-Kommission setzt die Radiosender bereits unter Druck, Regelungen hierfür zu finden und die schlecht funktionierenden Gesetzesregelungen für Radiopegel zu überarbeiten.
Ø Interdisziplinäres Forschungszentrum (Audio & Medizin) zur fundierten Psychoakustik-Forschung. Hier besteht in vielen Bereichen ein Wissensvakuum, welches es dringend zu füllen gilt. Es besteht bereits ein universitäres Netzwerk und die Wissensdatenbank ist im Aufbau begriffen. Die PMF wird ein eigenes Forschungszentrum errichten, in dem in 10 völlig identischen Hörlaborräumen normierte Bedingungen für repräsentative Studien mit 2000 Probanden geschaffen werden. Mit Hilfe von EKG, Hirnstrommessung, Herzratenvariabilität, Atemfrequenz und -Tiefe sowie Konzentrationstests soll die Interaktion zwischen Musik, Psyche und Körper erforscht werden.
Ø Der DR14-Standard in Phase 2 lässt einerseits den Freiraum, Produktionen aus künstlerischen Gründen mit niedrigerem DR herzustellen. In dieser Phase wird eine DR8-Produktion mit einem Headroom von 6dB ausgestattet, was sich noch zusätzlich positiv für die Weiterverarbeitung zu mp3 auswirkt. Der Hörer hat hierdurch eine praktische Voranpassung der Abhörlautstärke, sodass es zwischen unterschiedlichen Genres und Tonträgern nicht zu übermäßigen Schwankungen kommt.
Viel wichtiger ist jedoch, dass hierdurch
a) die Motivation zu mehr Dynamik geschaffen ist (warum nicht etwas Wertvolles nutzen, wenn es sowieso zur Verfügung steht) und
b) die Voraussetzung für die sinnvolle Nutzung eines Blu-Ray-basierten Audioformates geschaffen ist.
Ø Einführung eines Blu-Ray Audio Formates, dass resistent gegen das Phänomen des Loudness Wars ist.
Ø Qualitätslabel für echten Surroundsound
Ø Bereitstellung einer Grabbing-Software, die CDs vom PC/MAC-Laufwerk ausließt, den DR-Wert ermittelt und automatisch in eine öffentliche Datenbank à la CDDB einspeist
Ø Einrichtung eines Musik Awards, der nur auf die Klangqualität ausgerichtet ist
 
Share this

The Pleasurize Music Foundation is supported by this magazines and media: